Hanföl


Was ist Hanf?
Hanf ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Aus den Hanfsamen gewinnt man Öl, die Fasern werden zur Herstellung von Geweben und verschiedenster Stoffe für die Bau- und Autoindustrie genutzt. Die zur Ölgewinnung angebaute Hanfpflanze hat keine berauschende Wirkung. Nach der Aussaat im Frühjahr wachsen bis zu 4m hohe Pflanzen heran. Man erkennt Hanf gut an den handförmigen Blättern, deren Ränder gesägt sind. Die gelblichen Blüten sind eher unscheinbar. Aus ihnen bilden sich die ca. 3mm großen Hanfnüsschen.

Wie gewinnt man Hanföl und was macht es so besonders?
Die reifen Hanfsamen haben einen Ölgehalt von ca.30%. Wir gewinnen unser Hanföl durch Kaltpressung, wobei das Öl nicht über 38°C erhitzt wird, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten. Hanföl hat einen Anteil von ca. 90% einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Diese sind essentiell und müssen über die Nahrung aufgenommen werden, da der menschliche Körper sie nicht selbst bilden kann. Die Fettsäuren sind beteiligt an der Produktion von Hormonen, stärken Nervenfunktionen und Immunsystem und dienen der Zellregeneration. Besonders beim Hanföl liegt das Verhältnis der Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren optimal bei 3:1. Omega-6-Fettsäuren können Erkrankungen, wie Neurodermitis oder Schuppenflechte positiv beeinflussen. Hanföl kann auch äußerlich zur Hautpflege angewendet werden. Auch die seltenen Gamma-Linolsäure (2-4%) und Stearidonsäure findet man im Hanföl. Diese beiden Säuren können blutdrucksenkend und entzündungshemmend wirken.

Wie verwende ich Hanföl in der Küche?
Frisches Hanföl hat eine wunderbar grünlich-goldene Farbe und schmeckt nussig. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu schonen, darf Hanföl nicht erhitzt werden. Es eignet es sich hervorragend zur Zubereitung von Salaten, Dips, Pestos, zum Verfeinern von Nudel- und Kartoffelgerichten oder einfach morgens zum Müsli.

Wie lagere ich Hanföl?
Frisch gepresstes Hanföl ist, kühl und dunkel gelagert, mindestens 6 Monate haltbar.