Leinöl

Was ist Lein?
Lein ist eine alte Kulturpflanze, welche zur Öl- bzw. Fasergewinnung dient. Nach der Aussaat im Frühjahr wachsen Pflanzen heran, die im Juni hellblau bis zart violett blühen. Aus den Blütenständen bilden sich rundliche Kapseln, in denen die Leinsamen heranreifen.

Wie gewinnt man Leinöl und was macht es so besonders?
Die reifen Leinsamen haben einen Ölgehalt von 30-40%. Wir gewinnen unser Leinöl durch Kaltpressung. Das Öl wird beim Pressvorgang nicht über 38°C erhitzt, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten. Leinöl hat einen Anteil von ca. 90% einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Besonders der Anteil an den für den Menschen essentiellen Omega-3-Fettsäuren (Linolensäuren) ist sehr hoch. Diese Fettsäuren können entzündungshemmend wirken und so z.B. Herz-Kreislauferkrankungen vorbeugen. Sie können auch positive Auswirkungen auf die Knochenstabilität haben und so z.B. Osteoporose entgegenwirken.

Wie verwende ich Leinöl in der Küche?
Frisches Leinöl hat einen wunderbar nussigen Geschmack. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten darf Leinöl nicht erhitzt werden. Es eignet es sich hervorragend zur Zubereitung von Salaten, Dips, Pestos, zu Quark und Pellkartoffeln, zum Verfeinern von Nudel- und Kartoffelgerichten oder einfach pur auf einer frischen Scheibe Brot.

Wie lagere ich Leinöl?
Frisch gepresstes Leinöl ist bei richtiger Lagerung mindestens 6 Wochen haltbar. Der hohe Anteil an Alpha-Linolensäuren führt zu Oxidation des Öls, wodurch mit der Zeit ein bitterer Beigeschmack entsteht. Deshalb sollte Leinöl kühl und dunkel gelagert, und angebrochene Flaschen möglichst schnell aufgebraucht werden. Tiefgekühlt kann die Oxidation verzögert und dadurch die Haltbarkeit verlängert werden.